Motorisierter Verkehr

In Linkenheim-Hochstetten haben 80 Prozent der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug - dies bedeutet, dass, wenn man diejenigen abzieht, die noch keinen Führerschein haben bzw. diesen bereits wieder abgegeben haben, nahezu jeder Einwohner über ein eigenes Auto verfügt. Dementsprechend kommt dem Bereich Motorisierter Verkehr in unserer Gemeinde eine vergleichsweise große Bedeutung zu.

Wir haben aus dem Gemeindeentwicklungskonzept heraus das Ziel, innerhalb der Gemeinde den Ziel- und Quellverkehr möglichst gleichmäßig auf alle Straßen zu verteilen und den Durchgangsverkehr möglichst zu unterbinden. Das soll dadurch erreicht werden, dass Verkehrsgeschwindigkeiten homogenisiert und angeglichen werden, das Zone 30-Netz ausgebaut wird und die verkehrsberuhigten Bereiche auf die Bereiche konzentriert werden, an denen schutzbedürftige Einrichtungen sind.

Neben dem guten ÖPNV-Angebot durch die S1/S11 sowie die Buslinien 192 und 193 hat die Gemeinde seit 2017 eine Kooperation zur Initivative "CO2-frei unterwegs" und zur Ausgründung der Stadtwerke Calw, "deer" Elektro-Car-Sharing. Gemeinschaftlich mit diesen beiden Betreibern werden sieben Elektro-Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten verteilt auf das gesamte Gemeindegebiet betrieben. Die Elektro-Car-Sharing-Fahrzeuge der Firma "deer", ein E-Zoe und ein E-Golf stehen allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung und können zu ansprechenden Konditionen gebucht werden. Die Gemeinde ist ständig darum bemüht, das Straßennetz auf einem guten technischen  Niveau zu halten. Daher erfolgen regelmäßig Straßensperrungen bedingt durch Unterhaltungsarbeiten. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Bereich "Wirtschaft und Bauen". In dieser Rubrik erhalten Sie auch eine Übersicht über aktuelle Berichte zur Kontrolle des fließenden Verkehrs.

Der ruhende Verkehr in der Gemeinde wird durch den Gemeidnevollzugsdienst kontrolliert, der fließende Verkehr wird durch die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt kontrolliert. Im Schnitt kommt einmal pro Woche ein Messzug des Landratsamtes in der Gemeinde vorbei und kontrolliert über den Tag verteilt und an mehreren Messstellen die Geschwindigkeit des fließenden Verkehrs. Die Berichte zu den Kontrollen des fließenden Verkehrs können Sie in der unten stehenden Rubrik einsehen. Das größte Straßenbauprojekt, das bereits seit Anfang 2017 von der Gemeinde begleitet wird, ist der Ausbau der Bundestraße B 36. Dieser soll dreispurig erfolgen: morgens soll die Straße zweispurig ins Oberzentrum führen und abends, wenn der Rückverkehr in die Peripherie erfolgt, zweispurig aus dem Oberzentrum heraus. Der Ausbau wird voraussichtlich 2023 abgeschlossen sein.              

Rheinstraße Parkbuchten 2021

Im Rahmen des mit dem Land Baden-Württemberg 2019 durchgeführten Fußverkehrs-Check (https://rim.linkenheim-hochstetten.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZcoLwqs2t_a1XbeSn-4fArA) wurde unter anderem die Rheinstraße zusammen mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern begangen. Die durchgängige Benutzung des Gehwegs, insbesondere mit Rollstuhl oder Rollator, war an einigen Stellen nicht möglich. Aber auch für den fließenden, motorisierten Verkehr ist aufgrund beidseitig parkender Fahrzeuge die Durchfahrt erschwert und je nach Fahrzeugbreite teilweise nicht mehr möglich (Müllabfuhr, Landwirtschaft, Baustellenfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge etc.). Auch hier mehrten sich in der Vergangenheit die Beschwerden.


Der Gemeinderat hatte deshalb im Juni, im Nachgang zur Ergebnispräsentation des Fußverkehrschecks, mit Drucksache 114/2020 beschlossen, in der Rheinstraße künftig das Parken nur noch in markierten Bereichen zu gestatten (https://rim.linkenheim-hochstetten.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZYXAY0vYvAkgTbjSNXwUuzQ).

Vergangene Woche hat der Technische Ausschuss des Gemeinderates die Entwurfsplanung für die geplanten Markierungen bewilligt (Sitzung vom 16.11.2020/ Druckvorlage 256/2020) https://rim.linkenheim-hochstetten.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZXmtZyOGSVjf0NMGEXtByiw.

Der Technische Ausschuss hat sich einstimmig für eine "Variante 2" entschieden in der möglichst viele Stellplätze im Straßenraum erhalten bleiben und durchgängig (sofern der Gehweg überhaupt so breit ist) eine Gehwegrestbreite von 1,5 Metern verbleibt. In dieser Variante bleibt das Hindurchfahren durch die Rheinstraße so unattraktiv, dass keine Lenkungswirkung für den Durchgangsverkehr in die Rheinstraße hinein entsteht und gleichzeitig wird ein durchgängiger Fußgängerverkehr und ein mäandrierender, motorisierter Individualverkehr wieder möglich.

Die abschließenden Markierungsarbeiten und die Beschilderung hierzu sollen im ersten Quartal 2021 erfolgen. Bis dahin werden in der KW 50 zunächst hilfsweise die beabsichtigten Parkbuchten-Bereiche provisorisch markiert und die beabsichtigte Beschilderung vorläufig aufgestellt. Wir wollen mit Ihnen zusammen die Parkierungspläne in der Praxis erproben und ggf. konkretisieren/anpassen, bevor die abschließende, dauerhafte Anordnung erfolgt.

Anregungen im Rahmen der Versuchs-Phase richten Sie bitte an: s.hoehne@linkenheim-hochstetten.de. Die Anregungen werden gesammelt im Januar vom Verkehrsplaner bewertet. Die Bewertung kommt sodann wieder auf die Homepage der Gemeinde. Die abschließende Umsetzung der Markierungsarbeiten erwarten wir je nach Witterung im Februar/März 2021.

Im Folgenden sind die der Parkraumkonzeption zugrundeliegenden Pläne dargestellt sowie eine Präsentation mit Erläuterungen. Die Pläne setzen sich jeweils aus zwei Kartenauszügen und einer erläuternden Planlegende sowie einem Übersichtsplan zusammen. Die Rheinstraße wird dabei jeweils in zwei Abschnitte unterteilt dargestellt. Der erste Bereich stellt den Abschnitt der Rheinstraße vom Kreisverkehr bei der kath. Kirche bis zur Einmündung Georg-Adam-Lang-Straße dar. Der zweite Planabschnitt (darunter) stellt die Rheinstraße von der Einmündung Georg-Adam-Lang-Straße bis zum "Grünen Baum" dar.

Die "Bestandspläne" 1-3 zeigen die parkenden Autos an drei unterschiedlichen Wochentagen als beispielhafte Stichprobe.

Diese drei Bestandsaufnahmen von einem Mittwoch, einem Samstag und einem Sonntag waren Ausgangslage der Prüfung, wo heute Konfliktpotential zwischen dem ruhenden Verkehr (=parkende Autos) und dem übrigen Verkehr besteht.

Diese Überlegungen wurden im sog. "Konfliktplan" zusammengefasst: Konfliktplan. Insbesondere die fehlenden Ausweichstellen wurden hierin rot schraffiert markiert.

Der Plan "Systemschnitte" zeigt die den Planungsüberlegungen zugrundeliegenden Mindeststraßenbreiten und Mindestgehwegbreiten auf. Überall dort, wo künftig einseitig ein Parken im Straßenraum möglich bleibt, verbleibt eine Restfahrbahnbreite von 3,5 Metern. Das bedeutet, dass in diesen Bereichen (wie heute auch) kein Begegnungsverkehr möglich sein wird. Die Systemschnitte zeigen die nötigen Fahrbahnbreiten für unterschiedliche Begegnungsfälle.

Der Plan "Parkraumkonzept-V2" schließlich ist der Entwurf für die zu markierenden Stellplätze im Straßenraum. Alle Parkplätze sind hierbei mit dunkelroten Rechtecken eingezeichnet.

Hier können Sie den Bericht zu den Handlungsempfehlungen finden.

Hier können Sie die Präsentation des Vorgehens aus der öffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses vom 16.11.2020 einsehen: Präsentation Parken in der Rheinstraße


Hier erhalten Sie den ersten Teil der Präsentation (Folien 1-12) also die Herleitung des Arbeitsauftrages und die Vorstellung der Konflikstellen im Straßenraum vom Bürgermeister vorgetragen: Videopräsentation Teil 1
Hier erhalten Sie den zweiten Teil der Präsentation, die Vorstellung des Parkraumentwurfs [Folien 12-18] vom Bürgermeister vorgetragen: Videopräsentation Teil 2

Car Sharing

Seit Mai 2019 stehen auf dem Vorplatz des Rathauses zwei Elektro-Autos zur Verfügung. Die können per App angemietet werden. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Unternehmens deer https://www.deer-carsharing.de/.

Ausbau B36
Aktuelle Berichte zur Kontrolle des Fließenden Verkehrs