In den vergangenen Wochen verzeichnete die Gemeindeverwaltung verstärkt Nachfragen zu den derzeit stattfindenden Holzfällarbeiten an verschiedenen Orten in der Gemeinde. Daher ist es uns wichtig, die Gründe für die unterschiedlichen Maßnahmen an dieser Stelle kurz zu erläutern.
Besonders augenfällig in der Einschlag am Rheindamm in Linkenheim, wo momentan die Restfällarbeiten großer Eichen stattfinden. Diese stehen im Bereich der Dammschutzzone, wo sie gemäß neuer DIN nicht verbleiben dürfen. Der Forst fällt hier also auf ausdrückliche Anweisung des Regierungspräsidiums. Förster Friedhelm Booms wie auch die Verwaltung verweisen darauf, dass ursprünglich gewünscht war, diese Eichen stehen lassen zu können, da sie als landschaftsprägend eingestuft worden waren. Jedoch verlangt die neue Regelung eine Entfernung der Bäume im besagten Dammschutzbereich.


Am Rheindamm in Linkenheim



Am Baggersee Streitköpfle fand in der letzten Januarwoche die im Hiebsplan vorgesehene Entfernung von Weichgehölzen im südlichen Uferbereich statt. Dies geschah auch auf Wunsch des Anglervereins Linkenheim. Man möchte so dem Schilf mehr Lichteinfall schaffen, um dessen Wachstum zu fördern. Zusätzlich wurden sogenannte Windschneisen geschaffen, die für eine gute Durchlüftung des Sees, besonders in den Sommermonaten, sorgen sollen. Auch diese Maßnahme, so Booms, entspreche dem Waldleitbild der Gemeinde.


Am Südufer des Baggersees "Streitköpfle"



Mehrere aktuell stattfindenden Fällarbeiten sind auf das Eschentriebsterben zurückzuführen, betont Booms. "Dies sieht man momentan zum Beispiel im Wald südlich des Baggersees Giesen", erklärt Booms. "Der Pilz, der das Absterben der Triebe verursacht, ist punktuell im gesamten Gemeindewald zu finden, sodass es nachvollziehbar ist, dass manche Einwohnerinnen und Einwohner den Eindruck gewinnen, es würden an allen Ecken und Enden Bäume gefällt." Dies sei natürlich nicht der Fall, wenngleich man sehr gründlich arbeite: Gerade bei den Eschen gehe es auch darum, eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu verhindern.