JRC, KIT-Campus Nord und WAK

Seit den 50er Jahren ist der Hardtwald in Eggenstein-Leopoldshafen Campus für Hochtechnologien.

Zunächst wurde die zivile Kernkraft für Deutschland erforscht. Im Lauf der Jahre folgten etliche Institute zu unterschiedlichen Forschungsgebieten. So unter anderem die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe und das Joint Research Center.

Beide Einrichtungen liegen zum Teil auf der Gemarkungsfläche von Linkenheim-Hochstetten. Die Wiederaufarbeitungsanlage wurde Anfang der 90er Jahre stillgelegt und wird seitdem zurückgebaut. Der Forschungsschwerpunkt im Wald wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich und liegt seit den 90er Jahren auf Umwelttechnik, Energieforschung und besonders physikalische Grundlagenforschung. Das ehemalige Kernforschungszentrum wurde in den 90ern zum Forschungszentrum und ein Teil der Universität Karlsruhe fusioniert seit 2009 zum KIT. Das Forschungszentrum stellt heute den KIT-Campus Nord dar.

Aktuelles

Neubau Flügel M

Im Zeitraum Februar bis Juli 2017 wurden die Tiefbauarbeiten  zur Baugrubenherstellung, die Aushubarbeiten, die Bodenverbesserungsmaßnahmen sowie die Sicherung der Nachbargebäude abgeschlossen und es wurde mit den Rohbauarbeiten am Gebäude begonnen.

Zwischenzeitlich wurde die 1,80 m starke Bodenplatte des Gebäudes mit einem Volumen von ca. 5000 m3 in 2 Betonierabschnitten hergestellt. Aktuell werden die Aussenwände im Untergeschoss in mehreren Abschnitten bewehrt, eingeschalt und betoniert.

Der notwendige bauliche Blitzschutz für Bodenplatte und Wände sowie die Einbauteile Ankerplatten wurden von den behördlich beauftragten Gutachtern des TÜV vor Ort geprüft und abgenommen.

Blick auf die nahezu fertiggestellte Bewehrung der 1,80 m starken Bodenplatte des GebäudesBlick auf die nahezu fertiggestellte Bewehrung der 1,80 m starken Bodenplatte des Gebäudes

Ausführung der Bewehrung eines Pumpensumpfes im Bereich der Bodenplatte
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit etwa 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 25.000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

Kontakt und Information

Telefon 0721 608-0
Fax 0721 608-44290
info@kit.edu

WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH

In der WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH (WAK GmbH) sind alle Rückbauaktivitäten an stillgelegten kerntechnischen Versuchs- und Prototypanlagen und die notwendigen Entsorgungstätigkeiten am
Standort Karlsruhe/KIT Campus Nord gebündelt.

Gesellschafterin der WAK GmbH ist die bundeseigene Energiewerke Nord GmbH (EWN).

Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Im Rückbau befinden sich folgende Anlagen:

  • Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe einschließlich Verglasungseinrichtung Karlsruhe
  • Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage
  • Mehrzweckforschungsreaktor
  • Forschungsreaktor FR 2
  • Heiße Zellen (stillgelegte Bauabschnitte)
  • Kleinere kerntechnische Forschungsanlagen des KIT nach deren Außerbetriebnahme

Die Verarbeitung der Reststoffe und die Zwischenlagerung der konditionierten Abfallgebinde erfolgt im Betriebsteil Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe.

Die Lagerkapazitäten der WAK GmbH für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sind nahezu erschöpft. Zur Aufrechterhaltung der Rückbauarbeiten werden deshalb zwei neue Gebäude für die Abfalllogistik errichtet.

WAK-Broschüre

Kontakt und Information

Telefon 07247 88-0
Fax 07247 4755
kontakt@wak-gmbh.de

Joint Research Centre - Institut für Transurane

Das JRC ist eine Einrichtung der Europäischen Union und untersteht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Seine Aufgabenschwerpunkte sind Nukleare Sicherheit und Sicherung. So schulen die Mitgliedsländer ihr Sicherheitspersonal z.B. im Erkennen von radioaktivem Material im JRC.